Professor Dr. med. Stefan Langer
Biomaterialien für die Chirurgie, Hautersatz, Kunsthaut, tissue engineering Blutplättchen, Analyse von Blutplättchen Wunde, Wundheilung, Gefässneubildung in Wunden Mikrozirkulation, Gewebedurchblutung, Gefässneubildung in Biomaterialien Leukozyten Interaktion, Inflammation, Entzündungsreaktion Integration von Biomaterialien, Abstossung von Biomaterialien

Professor Dr. med. Langer ist Leiter der Arbeitsgruppe Klinische und experimentelle Mikrozirkulation und Wundheilung

Die Plastische- und Rekonstruktive Chirurgie ist im klinischen Alltag konfrontiert mit pathophysiologischen Phänomenen, insbesondere auf der Ebene der Mikrodurchblutung. Der postischämische Reperfusionsschaden stellt ein klinisches Problem dar, welches insbesondere bei der Trasnplantation von freien Gewebeplastiken oder nach Replantation eines abgetrennten Körperteils auftritt. Wir suchen nach den Ursachen dieser Mechanismen und nach z.b. medikamentösen Therapiemöglichkeiten z.B. mit künstlichen Sauerstoffträgern (Kunstblut). Eine Störung der Mikroperfusion ist bei chronischen Wundheilungsstörungen regelhaft vorhanden. Der An- und Abtransport von Sauerstoff, Zellen und Nährstoffen in das/aus dem Wundgebiet ist jedoch eine unabdingbare Voraussetzung für den komplikationslosen Heilungsprozess. Diese probleme sehen wir bei unseren patienten nach Strahlentherapie oder Medikamntöser Tumortherapie, Diabetes mellitus und anderen Wundheilungsproblemen. Experimentelle Modelle auf dem Gebiet der Mikrozirkulationsforschung erlauben die Visualisierung dieser Veränderungen auf der Ebene der Mikrozirkulation und so die Erweiterung des Verständnisses der Pathophysiologie etwa bei der chronischen Wundheilung, der Verbrennungswunde und auch Schäden durch Säuren oder Laugen. Künstliche Biomaterialien finden zunehmend Anwendung in der Chirurgie z.B. als Knochenersatz, Kunsthaut oder zum Ersatz von Eigengewebe nach Tumoroperation oder Unfall. Kenntnisse über das Verhalten von Biomaterialien nach Implantation in vivo sind von zwingender Bedeutung für die breite klinische Anwendung solcher Produkte. Wir haben Modell um das Einwachsverhalten solcher Produkte zu prüfen (Biokompatibilität) und um die stabile und langfristige Einheilung zu fördern.

Wir wollen zu schwierigen klinischen Problemen, die uns in unserer täglichen Arbeit am Krankenbett konfrontieren, im Labor Lösungen erarbeiten. Der kranke Mensch (z.B. Unfallopfer, Tumorpatienten, Menschen mit chronischen Wundheilungsproblemen) sollen später am Krankenbett von unserer Arbeit profitieren. Dafür arbeiten wir.

Eine Übersichtsarbeit über die Techniken der Mikrozirkulationsforschung finden Sie hier (wird ein pdf-Link eingefügt).

Beispielhaft hier einige wissenschaftliche Projekte des Labors
Die Arbeit des Labors wird unterstützt durch:

Während der Zeit in München, Bochum und Leipzig sind über 20 sehr gute Doktorarbeiten in diesem Labor angefertigt worden. Drei Habilitationschriften und viele weitere Filme, Bücher und Publikationen.